4.4 Nachträglicher Aufbau eines Hochdaches
D. Hochdächer
Nachträglicher Aufbau eines Hochdaches (Radstand 2.920 und 3.320 mm)
1. Voraussetzungen
a) Die Dachausschnitte dürfen nur max. denen des Abschnitts B3 dieser Aufbaurichtlinie - wie auch beim California - , entsprechen. (siehe Skizze im Abschnitt B3)
b) Die Basisfahrzeuge dürfen nur mit max. einer Schiebetür ausgerüstet sein. Darüber hinaus dürfen -; abgesehen vom max. zul. Dachausschnitt - keine weiteren tragenden Teile geschwächt oder entfernt worden sein. Damit sind auch zusätzliche Nachrüstungen von hohen Heckflügeltüren, einer 2. Schiebetür, sowie Umrüstungen auf hohe Schiebetüren, etc. nicht zulässig.
2. Unterschiede zu den Voraussetzungen bei Aufstelldächern a) Der Dachrahmenverstärkungsbausatz der Fa. Westfalia oder entsprechende Alternativen sind hier nicht erforderlich. Ist jedoch eine zweite Bettebene erwünscht, dann können diese Bausätze hilfreich sein.
b) Die bei Aufstelldächern auf dem Boden des Fahrgastraumes verlangte mehrschichtverleimte Holzbodenplatte (min. 12 mm dick) ist bei den hier beschriebenen Hochdachversionen nicht erforderlich.
Wird ein ebener Passagier-/Laderaumboden verlangt, dann kann das hier auch mittels einer wasserfesten Spanplatte erfolgen, die dazu flächig verschraubt oder verklebt eingebracht werden muß.
3. Auslegung des Hochdaches a) Radstand 2.920 mm Die Hochdachschale muß aus mind. 4 mm dicken glasfaserverstärktem Polyester bestehen.
b) Radstand 3.320 mm Die Hochdachschale muß aus mind. 4 mm dicken glasfaserverstärktem Polyester bestehen und durch je einen in den Bereichen der B-, C- und D-Säulen innen angeordneten Spriegel verstärkt werden. (Querschnitt siehe Skizze 3.4 Aufbau Hochdach). Die Spriegel können unmittelbar vor der Karosserie auslaufen oder mit der Karosserie verklebt werden. Alle Spriegel sind mit zusätzlichen Metallplatten ausgerüstet, die für die zusätzlich mech. Anbindung des Hochdaches an die Karosse benötigt werden.
4. Montage eines Hochdaches a) Radstand 2.920 mm Das Hochdach muß ausreichend sicher montiert werden, d.h. das Dach muß umlaufend mit dem Dachrahmen-Außenblech verklebt werden. (siehe Skizze 3.4 Aufbau Hochdach)
b) Radstand 3.320 mm Zusätzlich zu den vorgenannten Bedingungen muß das Dach im Bereich der drei eingelassenen Spriegel über Blechwinkel mit dem Dachrahmen-Außenblech verbunden werden. Anbindung der Blechwinkel an die Hochdachspriegel im Bereich der unter 3b genannten Metallplatten in den Spriegeln. (siehe Skizze 3.4 Aufbau Hochdach)