3.1 Dachgepäckträger, Heckgepäckträger/Heckleitern, Pritsche Plane u. Spriegel

Dachgepäckträger
Dachlasten erhöhen den Schwerpunkt des Fahrzeuges und führen zu hoher dynamischer Achslastverlagerung sowie Fahrzeugneigung bei Fahrbahnunebenheiten und Kurvenfahrt. Das Fahrverhalten wird erheblich verschlechtert. Aus diesem Grund sind Dachlasten möglichst zu vermeiden.

Je nach Lastverteilung sind mind. 2 Grundträger erforderlich, die möglichst im Säulenbereich zu montieren sind.

Dachlasten (nur für Serienfahrzeuge):

Fahrzeuge mit Hochraumdach 100 kg

Fahrzeuge mit Normaldach 100 kg

Doppelkabine 75 kg

Fahrerhaus 50 kg

Aufstelldach 50 kg




Heckgepäckträger/Heckleitern
Der Heckgepäckträger bzw. die Heckleiter müssen so ausgeführt sein, daß nach deren Montage keine vertikalen statischen oder dynamischen Belastungen auf die Heckklappe bzw. Heckflügeltüren wirken. Mit Einsatz der derzeitigen Heckklappenschaniere müssen Heckgepäckträger (max. für 4 Fahrräder, entsprechend 75 kg Gewicht) nicht mehr auf den hinteren Stoßfängern abgestützt werden. Mit Einsatz der großen Produktaufwertung (Januar 1996) dürfen Heckgepäckträger nicht mehr auf den hinteren Stoßfängern abgestützt werden.

Belastung von Heckklappen/Heckflügeltüren
Mit Beginn des Serienanlaufes des T4 (1990) hatte die Heckklappe das dargestellte Heckklappenscharnier (Abb1).

Bei der Befestigung von Heckgepäckträgern für Fahrräder (max. 4 Fahrräder, entsprechend

75 kg ist eine Entlastung der Heckklappe erforderlich. Sie wird durch eine Abstützung des Heckgepäckträgers auf dem hinteren Stoßfänger erreicht. Damit haben die Heckklappenscharniere nur noch die horizontale Kraftkomponente zu tragen, die das Abkippen des Heckgepäckträgers nach hinten verhindert. Mit Einsatz des derzeitigen Heckklappenscharniers (Abb.2) war eine Entlastung der Heckklappe durch Abstützung auf dem hinteren Stoßfänger nicht mehr notwendig, jedoch noch möglich. Seit der großen Produktaufwertung ab 1/96 sind neue Stoßfänger im Einsatz, die aufgrund ihrer Konstruktion nicht mehr für die Abstützung der Heckgepäckträger benutzt werden dürfen, was ja auch nicht mehr erforderlich ist. Eine Dauerbelastung der hinteren Stoßfänger kann zu einer bleibenden Verformung des Stoßfängers führen!


Abb. 1
Abb. 2

Beachte: Mit Einführung der derzeitigen Heckklappenscharnierversion ist der Luftspalt zwischen dem Dach und der geöffneten Heckklappe deutlich geringer geworden. Damit die oberen Haltekammern des Heckgepäckträgers bei geöffneter Heckklappe nicht auf das Dach drücken, müssen sie unmittelbar neben den Heckklappenscharnieren montierbar sein!

Je nach Ausstattungsumfang der Heckklappen (Gewicht) kommen entsprechend starke Gasfedern zum Einsatz. Im Rahmen eines nachträglichen Ausbaus kann sich das Heckklappengewicht erhöhen, so daß die Heckklappen dann nicht mehr bis zum oberen Anschlag aufgeht. Die Tabelle ist hilfreich bei der Auswahl passender Gasfedern.

 

Zeichnungs-Nr:

Ausschubkraft in N F1

Einschubkraft in N F4 max

Reibung in N FRmax

Ausschubgeschw. in m/s vs8

Kennzeichnung durch Aufdruck

 

Statisch gemessene Kraft bei +20°C

701 829 331 Q

710 ± 30

960

80

0,15...0,4

1 Balken

701 829 331 R

770 ± 30

1030

80

0,15...0,4

2 Balken

701 829 331 S

830 ± 30

1120

80

0,15...0,4

3 Balken

701 829 331 AB

910 ± 30

1200

80

0,15...0,4

4 Balken


Heckflügeltüren dürfen, wie bisher, keine zusätzlichen Lasten tragen!

250°-Scharniere für die Heckflügeltüren
Die Heckflügeltüren der Kastenwagen und Kombis beider Radstände, mit Normal- und Serienhochdach können seit der KW 2/99 ab Werk mit den o.g. Scharnieren geliefert werden. (PR-Nr. 5V4). Die Flügeltüren lassen sich (wie bei der 180°-Serienausführung) zunächst bis zu 90° öffnen. Nach dem Aushängender Fangbügel lassen sich die Heckflügeltüren weiter bis zu ca. 250° öffnen. An den äußeren Seitenwänden des Fahrzeugs werden sie dann mit je einem Magnetpuffer gehalten.


Randbedingungen:

  • Kurzer Radstand generell nicht in Kombination mit einer Schiebetür links und/ oder Sitzen im Fahrgastraum. Schiebetüröffnung der rechten Schiebetür hier nur noch 680 mm statt 1020mm.
  • Langer Radstand generell nicht in Kombination mit Sitzen in der 3. Sitzreihe.
  • Beide Radstände generell nicht in Kombination mit der schwenkbaren Reserveradhalterung außen am Heck (betrifft nur den Syncro).
  • Heckflügeltüren mit 180°-Scharnieren können nicht nachgerüstet werden.

Pritsche mit Plane und Spriegel (ab Werk)
Die Spriegel dürfen neben der Plane nicht mit weiteren Gewichten, wie Leitern etc., belastet werden.

Hinweis: Irrtümer und technische Änderungen vorbehalten. Maßgeblich für die Datenaktualität der Aufbaurichtlinien ist ausschließlich die elektronische Version der Aufbaurichtlinien.August 2007

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