3.3 Hilfsrahmen
Allgemein:
- Für eine einwandfreie Verbindung zwischen Fahrgestell und Aufbau, ist für alle Aufbauten ein Hilfsrahmen oder ein Unterbau, der die Funktion des Hilfsrahmens übernimmt, erforderlich (ausgenommen selbsttragende Aufbauten und Hilfsrahmen als Bodengruppe).
- Die Hilfsrahmen-Längsträger sollen eben und dem Rahmenverlauf folgend auf den Obergurten des Fahrgestellrahmens aufliegen.
- Für VW Crafter 5,0t-Modelle gilt (Zwillingsbereifung): Die Fahrgestellrahmen-Längsträger sind im Bereich der Hinterachse nach innen gekröpft. Die Hilfsrahmen-Längsträger müssen dieser Kröpfung nicht folgen, sondern können geradlinig durchlaufend ausgeführt werden. Holzleisten zwischen Fahrgestellrahmen-Längsträger und Hilfsrahmen-Längsträger sind nicht zulässig. Konsolenbefestigung im Bereich der Hinterachse, über Hilfsrahmen-Querträger erforderlich
- Hilfsrahmen-Querträger über den Fahrgestellrahmen-Querträgern anordnen.
- Für die Längsträger abgekantete U-Profile oder für den Fahrzeugbau handelsübliche U-Profile (keine Walzprofile) verwenden. Kastenprofile sind auch zulässig.
- Die Abmessung der Längsträger ergibt sich aus dem erforderlichen Widerstandsmoment (Wx) für Aufbau und Fahrgestell. Siehe Diagramm 3.3.2. Die angegebenen Widerstandsmomente und Profilabmessungen beziehen sich auf beidseitig gleichmäßig belastete Rahmenlängsträger.
Werden mehrere Aufbauten auf ein Fahrgestell montiert (z.B. Pritsche und Ladebordwand), muss für die Festlegung des Hilfsrahmens das größere der angegebenen Widerstandsmomente zugrunde gelegt werden.
Hilfsrahmen als Bodengruppe:
Ein Hilfsrahmen mit durchgehenden Längsträgern ist nicht erforderlich, wenn die Bodengruppe des Aufbaus die Funktion des Hilfsrahmens übernehmen kann.